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Vorstellung
Der Beginn des Musikvereines der österr. Bundesbahner Wels reicht in das Jahr 1923 zurück. Damals schloss sich eine kleine Gruppe Welser Eisenbahner zusammen um gemeinsam zu musizieren. Die Gründung des Musikvereines der österr. Bundesbahner Wels erfolgte dann im Jahre 1925. In den 30iger Jahren, unter Kapellmeister Otto Weilburg, wurde auch ein Streichorchester in die Kapelle integriert, sodass damals der gesamte Klangkörper 70 Musiker umfasste. Nationale und internationale Erfolge ließen nicht lange auf sich warten und im Verein zählte man zu dieser Zeit, die von Arbeitslosigkeit und Armut geprägt war, knapp 400 unterstützende Mitglieder. 1938 wurde der Verein in „Musikverein der Reichsbahner Wels“ umbenannt und im Zuge der Kriegswirren und aus Musikermangel 1942 aufgelöst. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde auf Betreiben ehemaliger Musiker, so u.a. Johann Schwarzenecker, Franz Pöchmüller, Alois Stadlbauer, Rudolf Honus, Karl Ploier und Erwin Ploier, die musikalische Tätigkeit wieder aufgenommen und am 14. Dezember 1946 fand im Gasthaus Pilstl, Wels, Bahnhofstraße, die Wiedergründungsversammlung statt. In dieser Versammlung wurde Josef Moser zum Obmann gewählt und Hans Seemayr, später Mitglied der Magistratskapelle Wels, zum Kapellmeister bestellt. Zu dieser Zeit wurde auch eine Schrammelmusik zusammengestellt, welche bis in die 60-er Jahre bei größeren Veranstaltungen des Musikvereines musizierte. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Musikverein der österr. Bundesbahner Wels, auch liebevoll “Eisenbahner Musik” genannt zu einem wichtigen Kulturträger der Stadt Wels. Zahlreichen Konzertreisen im In- und Ausland steigerten dabei den Bekanntheitsgrad der Kapelle. Dabei besonders hervorzuheben die Teilnahme an den internationalen Festen der FISAIC (FEDERATION INTERNATIONALE DES SOCIETES ARTISTIQUES ET INTELLECTUELLES DES CHEMINOTS9, der internationalen Kulturvereinigung der Eisenbahner, als Vertreter der österr. Eisenbahnerkapellen, 1965 in Arhus (Dänemark), 1972 in Charleville - Mezieres (Frankreich) und 1982 in Kopenhagen (Dänemark). In den 70er Jahren öffnete sich der Musikverein auch für andere Berufe. Heute sieht der Musikverein der österr. Bundesbahner Wels seine Hauptaufgabe in der Jugendförderung, der Förderung der Blasmusik und in der allgemeinen Verbreitung von österr. Kulturgut. Gerade in der heutigen Zeit, in der der Musikkonsum einen Höhepunkt erreicht hat, ist es besonders wichtig, Menschen auch zum aktiven Musizieren hinzuführen. Dass dies dem Musikverein der österr. Bundesbahner Wels ganz gut gelingt, zeigt die Tatsache, dass bereits mehr als die Hälfte der Orchestermitglieder jünger als 24 Jahre sind. Die vom Musikverein der österr. Bundesbahner Wels durchgeführten Hörerziehungskonzerte in den Pflichtschulen stellen bereits einen fixen Bestandteil in der Messestadt Wels dar.
Um den musikalischen Anforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden, werden beim Musikverein der österr. Bundesbahner Wels moderne Managementmethoden eingesetzt. Die Arbeit wird in eigenen Gruppen für Marketing, Organisation und Jugendarbeit gegliedert. Derzeit musizieren beim Musikverein der österr. Bundesbahner Wels 58 MusikerInnen. Daneben sind knapp 40 Mädchen und Buben in Ausbildung an der örtlichen Musikschule. Dementsprechend wurde auch das Motto des Musikvereines der österr. Bundesbahner Wels geschaffen: Musizieren macht Spaß - komm auch du zu unserem Musikverein. Die Leitung des Vereines erfolgt durch Obmann Josef Homar. Als Kapellmeister steht dem Orchester Wolfgang Homar vor. Er ist Leiter der Landesmusikschule Kirchdorf. Er sieht seine Hauptaufgaben einerseits in dem Bemühen, die Stadtkinder für die Blasmusik zu interessieren und andererseits die Musikerinnen und Musiker so zu motivieren, dass sie die erforderliche Probenarbeit auf sich nehmen, die für die zahlreichen Anlässe zur Präsentation gehobener Unterhaltungsmusik unerlässlich ist.
Sowohl Obmann als auch Kapellmeister sehen neben ihren vereinsinternen Aufgaben einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in der Förderung der Zusammenarbeit mit dem Magistrat Wels, der EWW AG, dem OÖBV, der Landesmusikschule und den Schulen generell. Wenn es gelingt, diese Partnerschaft auch noch mit zusätzlichen Sponsoren und Gönnern aus der Wirtschaft anzureichern, kann der Musikverein der österr. Bundesbahner Wels sehr positiv in die Zukunft blicken.
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